Die Groundspeak Blase – Promotion

Promotion: Gewinnung von Werbepartnern; Kampagnenplanung und Umsetzung; TB Erstellung;

 

Irgendwann begann man bei Groundspeak nach Promotion Partnern zu suchen. Jemand erkauft sich eine Leistung bei Groundspeak. Meist sind das kommerzielle Unternehmen, die damit Werbung machen wollen. Es kommt aber auch schon einmal vor, dass es eine so genannte NGO (Nicht Regierungs Organisation) ist oder ein Buchautor. In einem der Interviews, die Bryan Roth, der aktuelle Chef bei Groundspeak, letztens gab, sprach er sich gegen eine zu grosse Kommerzialisierung des Hobbys aus. Er sagte: „…Wir sind nicht bereit die Geocaching-Community oder das Spiel selbst für rein kommerzielle Zwecke auszunutzen. …“
Da ich mich damit in diesem Blogartikel (Punkt 5) schon mal beschäftigt habe, wird es hier keine grössere Auseinandersetzung zu dieser Aussage geben.
Man sollte sich aber mal überlegen, was da genau passiert. Bei den Promotion Partnern, die bisher in Erscheinung getreten sind, handelt es sich (von einzelnen Ausnahmen abgesehen) um sehr weit her geholte Verbindungen zum Hobby. Schnaps, Romane, Kinderfernsehen… eine genauere Auflistung gibt es hier per Bild:

 

Laufen diese Werbepartner Groundspeak zufällig über den Weg? Ich denke eher nicht. Hier ist Akquise notwendig. Wie sonst kommt man auf einen Reifenhersteller oder ein Weltraumcenter Museum? Da muss es also jemanden geben, der Netzwerkarbeit betreibt und aktiv nach solchen Werbepartnern sucht. Und das ist ja dann nicht mit einem oder zwei Anrufen getan. Wir sprechen hier teilweise von weltweit agierenden Firmen wie zum Beispiel Skoda. Deren Werbeabteilungen überlegen sich schon sehr genau, für was sie wo wieviel Budget raus hauen. Diese Partnerschaften wollen gepflegt werden, die Promotionkampagne gründlich erarbeitet und umgesetzt werden. Meist sind sie mit Trackables verbunden. Da kann man sicher auf die einschlägigen Zulieferer zurück greifen, aber trotzdem ist da Koordination nötig.
Ich habe mal an einer der Aktionen teilgenommen und habe sogar einen der Trackables geschickt bekommen. Absender war das Geocaching HQ in Seattle. Scheinbar bietet Groundspeak da also eine Art rundum sorglos Paket an, sogar der Versand ist dabei.
Regelmässig verärgert man Geocacher, weil diese Aktionen national beschränkt sind. Aber das ist aus Sicht des Werbepartners natürlich verständlich. Warum sollte eine Eiskette, die hauptsächlich in den USA verkauft ausserhalb werben?

 

Notwendigkeit: Nein. Erklärung: Die Werbekampagnen, die Groundspeak da fährt, lassen sich die Unternehmen sicher einiges kosten. Sie zahlen im Prinzip, wie bei Zeitungs- oder Fernsehwerbung, für Reichweite. Groundspeak hat eine grosse Datenbank und irgendwie sehen die Firmen den „Otto-Normal-Cacher“ als potentiellen Kunden an. Die Herstellung der Trackables mit den jeweiligen Codes ist bei der Masse, die da raus geht, sicher preislich günstig. Etliche Aktionen arbeiten mit 1500 Trackables. Das scheint also so ein Paket zu sein, was man kaufen kann. Somit wird damit wahrscheinlich schon der ein oder andere Taler in die Kasse gespült. Insgesamt wird damit also Umsatz erzeugt, für den Geocacher bietet sich kaum ein Mehrwert, ausser vielleicht einem kostenlosen Trackable, den man auf Reisen schicken kann.

 

 

Hier geht es (ab morgen) zum nächsten Artikel über die Geo Tour.

 

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie, die sich mit den “Geschäftsbereichen” von Groundspeak bzw geocaching.com beschäftigt. Die Hauptübersicht und einleitende Worte nach dem Wieso, Weshalb und Warum findest du hier.

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