Geotour in Brandenburg geschlossen – Erstmal

Im schönen Brandenburg, etwas südlich von Berlin, gab es eine Geotour. Diese wurde im Mai 2019 eröffnet. Besonderes Highlight, man konnte/musste dafür Draisine fahren. Das sind diese von Menschenkraft angetriebenen Fahrzeuge auf Schienen. Neben der Schienenstrecke wurden auf ~36km 30 Letterboxen angelegt.

 

Leider ist die offizielle Geotour Seite von Groundspeak nicht mehr zu finden (ich gebe hier mal den Link zur ersten Dose der Serie) , wahrscheinlich läuft die aus, sobald man nicht mehr zahlt. Dies ist nämlich jetzt passiert. Der Anbieter des Draisinenverleihs hat sie über Geheimpunkt gebucht und scheinbar lief nun nach ~1,5Jahren der Vertrag aus. Jedenfalls wenn man dem Podcast vom Geheimpunkt hier glauben darf.

 

Irgendwie gab es da im Mai (zu den ersten Corona Schliessungen?) schon Ärger. Wenn ich die Geocaching Guidelines richtig interpretiere (keine Ahnung, ob es da bei bezahlten Caches als Geotour Ausnahmen gibt) muss ein Cache immer ohne dafür zu bezahlen machbar sein. So steht zum Beispiel in den Listings der Caches immer

„Für diese Cache-Serie ist es NICHT erforderlich eine Draisine zu buchen alle Caches können zu Fuß erlaufen werden.“ [Listing GC8794N]

 

In einer regionalen Telegramgruppe wurde von einem der Verantwortlichen dann aber „gemosert“, dass die Draisine aktuell geschlossen wäre, und niemand auf die Gleise gehen darf, da diese Privatgrund wären. Man solle doch bitte Geduld haben und die Tour später mit Zahlung einer Draisinentour machen, weil eine Geotour ja viel Geld kostet. Man könne diese nicht erhalten, wenn jeder die zu Fuss macht und ausserdem würde man sich strafbar machen. Ich fand das alles ein bisschen komisch, zumal die Dosen ja ein paar Meter neben den Gleisen stehen (auf den Bildern sah das immer aus wie Erdanker, Vierkantholz drauf und oben ein Kasten mit Logbuch und Stempel). Mir wurde dann erklärt, dass je 6 Meter neben der Bahn eben das Bahngelände wäre.  (Ich will hier keine Screenshots aus der geschlossenen Gruppe öffentlich machen, deshalb erzähle ich nach.)

 

Jetzt wurde der Vertrag mit Groundspeak wohl auslaufen lassen. Im Podcast wird gesagt, weil die Draisinenbahn jetzt Winterpause hat. Im nächsten Jahr will man allerdings neu (und grösser mit einer Tour im Norden von Berlin) starten. Und, es soll ein neues Souvenir dafür geben.

 

Also sollen die Leute, die die Tour schon einmal gemacht haben, die dann nochmal machen, für ein neues Profilbildchen? Wie läuft das technisch, werden die Listings zu den Dosen archiviert und nochmal unter neuem GC Code gepublished? Aktuell erfolgt doch de Souvenirvergabe anhand des Caches, wenn man den loggt gibt es ein Souvenir. Die jetzt die Tour schon gemacht haben, haben doch aber schon geloggt?
Oder kommt da was mit der neu geplanten Tour für den Norden Berlins? Hängt das dann daran?

 

Alles ein bisschen komisch mit diesem bezahlten Cachekram finde ich…

Ein Gedanke zu „Geotour in Brandenburg geschlossen – Erstmal“

  1. “muss ein Cache immer ohne dafür zu bezahlen machbar sein.”

    Das glaube ich nicht. Denn es gibt schließlich ein entsprechendes Attribut dafür und außerdem habe ich selbst schon für manchen Turmcache Eintritt bezahlt.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.