Die Groundspeak Blase – Trackables

Trackables: Code Generierung; Vertriebskette der Codes; externe Webspaceeinbindung für Bilder/Einbindung TB Icons; statistische Aufbereitung der TB Wege; manuelle Prüfung eingereichter Designs nach TB Guidelinekonformität; Supportbearbeitung bei TB Fragen (falsche Aktivierung, manuelle Übertragungen…)

Irgendwann 2001 kam jemand auf die Idee, eine Medaille mit einer Nummer gravieren zu lassen und in einen Cache zu packen. Sie sollte vom nächsten Finder genommen und zum nächsten Cache transportiert werden. Und somit reisen. Groundspeak war begeistert und unterstützte das, Zack, die Geburtsstunde der Trackables. Die anfängliche Nummerierung 001, 002, 003, 004… musste natürlich dringend abgeändert werden, sonst wäre das Ganze zu leicht zu manipulieren. Und man musste sich ja irgendwie die Exklusivität sichern. Nicht auszudenken, wenn da jeder um die Ecke kommen könnte und seine eigenen Nummern „erfinden“ könnte. Die Geburtsstunde der Tracking Codes. Eine Goldgrube. Erschaffen aus quasi „Nichts“. Wert 1,5Dollar bei Mindestabnahme von 50 Stück. Allerdings hängt natürlich auch ein wenig Verwaltung dran. Die Codes müssen ja irgendwie in die Seite eingebaut werden. Also hat jeder angemeldete Benutzer eine Art virtuelles Portemonnaie, wo seine aktivierten Trackables drin schlummern. Ausserdem hat man die im Inventar, die man von irgendwo aufgenommen hat und denen man hilft zu reisen. Dazu kommt natürlich eine Statistik in Form einer Weltkarte. Damit man sehen kann, wo der eigene Trackable schon überall war. Inklusive Kilometerzähler und Fotoalbum. Die Fotos lagert man übrigens nicht auf eigenem Webspace, die werden auf Amazon Server „outgesourced“. Was aufgrund der aktuellen Downtimes bei geocaching.com auch gut ist, denn Amazon beherrscht da sein Geschäft.

Zusätzlich muss ein wenig Software im Hintergrund laufen zur Aktivierung und Übertragung der Trackables auf die Accounts. Und natürlich eine Anlaufstelle für Problem, die dabei auftauchen.
Damit man sich nicht jedes Design eines Trackables selber ausdenken muss und eine Individualität garantieren kann, kann man das natürlich auch den Kunden selber machen lassen. Das würde natürlich zu Wildwuchs führen und Designs, die mit der “Corporate Identity” nicht übereinstimmen. Man stelle sich nur mal eine weibliche Brust auf einer Coin vor! Also muss eine ordnende Instanz geschaffen werden. Jemand, der jedes Design unter die Lupe nimmt und nach gewissen Kriterien wie „kein Sex, keine Drogen, keine Gewalt“ abklopft und ab nickt. Dann kann für das saubere Design das Icon vergeben werden und die Coin ID festgelegt (wir sind jetzt übrigens schon bei 11159, die Zählfolge ist chronologisch aufwärts).
Auch recht einfach sind die hauseigenen Travelbugs. Das sind Alumarken im „Dog Tag“ Style. Dort wird ein TB Code drauf gelasert, fertig. Kostet im hauseigenen Shop um die 5 Dollar. Wie leicht man damit Geld verdienen kann, zeigt dieses kurze Video (Arbeitsschutz einfach mal ausser acht lassen):

Notwendigkeit: Nein. Erklärung: Mit recht wenig Einsatz kann hier viel Umsatz generiert werden. Ausgedachte Zahlencodes, ein wenig digitale Infrastruktur und minimaler Personaleinsatz reichen dafür aus. Allerdings muss man sagen, dass dieser Bereich des „Geocachings“ grosses Suchtpotential hat, für eine enge Vernetzung der Community sorgt und damit nicht unbedeutend für den Markenaufbau ist.

 

Hier geht es (ab morgen) zum nächsten Artikel über das GIFF.

 

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie, die sich mit den “Geschäftsbereichen” von Groundspeak bzw geocaching.com beschäftigt. Die Hauptübersicht und einleitende Worte nach dem Wieso, Weshalb und Warum findest du hier.

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